VIZSLA VOM HOLSTEINER BROOK

Jagdliche Zucht auf Form, 
Anlage und Leistung im VDH

 Wie vielseitig sind sie, 
die "Roten Ungarn“? Das ungarische Wort „Vizsla“ bedeutet schlicht „Vogelhund“. Das ist seine ursprüngliche Aufgabe, dafür wurde er „gemacht“: Er ist der Hund der Falkner. Vizslas suchten in der Puzsta (einer durch Rodung der ungarischen Wälder entstandene Graslandschaft) Wild, das dann mit dem Vogel geschlagen wurde. Und so erklärt sich auch sein freundliches, umgängliches Wesen, im alten Ungarn ein Zuchtziel. Falkner nämlich brauchen einen „scharfen“ Hund so sehr, wie wir einen rostigen Nagel im Knie: Denn wer mit Vogel, Frettchen und Hund unterwegs ist, der hat mit dem Management der drei Tiere allein schon genug zu tun. Ein ständig nach dem Frettchen schielender, dem Vogel die Beute streitig machender Hund ist für einen Falkner schlicht nicht brauchbar. Doch die Jagd hat sich verändert - und mit ihr auch der Vizsla. Längst ist aus dem ehemaligen Vogelhund ein für beinahe alle Jagdarten einsetzbarer Allrounder geworden. Zu verdanken haben wir das dem Zusammenspiel von guten Hundeführern und Züchtern. Denn nur, wenn ein Hund in seiner Arbeit neue Aufgaben und Herausforderungen bekommt, kann er sich weiter entwickeln. Gute Hundeführer ermöglichen es ihren Hunden, solche Erfahrungen zu sammeln, über ihre Grenzen hinaus zu wachsen, sich zu verbessern und neuen Aufgaben gerecht zu werden. Und gute Züchter suchen genau solche Hunde aus, um deren Eigenschaften weiter zu geben. Denn auch wenn sich Verhalten nicht mit 100-prozentiger Wahrscheinlichkeit vererbt, die Anlage zu dem Verhalten wird unter Garantie weitergegeben, bei richtiger Führung entwickelt, und so von Generation zu Generation gefestigt. Vizsla gelten deshalb heute als eine der vielseitigsten Rassen der Welt. In Sachen „Passion“ und „Härte“ stehen sie anderen Rassen nicht nach, in puncto „Führigkeit“ und „Sozialverträglichkeit“ sind sie anderen meist sogar weit überlegen. Egal ob die Jagd im Wald oder im Feld, auf Niederwild oder Hochwild: ein guter Führer findet im Vizsla einen Hund für alle Fälle.